Wasser – der einfachste Weg, unsere Gesundheit zu unterstützen …
Ohne Wasser kann unser Körper nicht funktionieren …
„Wasser ist die Materie und Matrix des Lebens, Mutter und Medium. Ohne Wasser gibt es kein Leben.“ (Dr. Albert Szent-Gyorgyi)
Warum braucht der Körper Wasser?
Unser Körper besteht zu über 50 Prozent aus Wasser – Wasser ist kein „Nebensächlichkeitsfaktor“, sondern für uns lebensnotwendig – das ist unbestritten. Ohne Wasser funktionieren unsere Organe nicht, es regt den Stoffwechsel an, reguliert den Appetit, im Weiteren kann es Kopfschmerzen vorbeugen, die Konzentration und die körperliche Fitness steigern und die Haut glätten.
Hier einmal die wichtigsten Funktionen:
- Biochemische Reaktionen: Wasser ist das Medium, in dem Stoffwechselreaktionen ablaufen – innerhalb und außerhalb der Zellen.
- Transport: Sauerstoff, Elektrolyte, Hormone und Nährstoffe werden über Wasserlösungen transportiert.
- Ausscheidung: Abbauprodukte gelangen über Urin, Schweiß und Atem aus dem Körper.
- Thermoregulation: Durch Schwitzen und Verdunstung wird die Körpertemperatur reguliert.
- Kreislauf & Blutdruck: Flüssigkeitsvolumen hält den Blutdruck stabil.
- Bewegungsapparat: Gelenke, Bandscheiben und Knorpel enthalten viel Wasser – es wirkt polsternd und elastisch.
- Schleimhäute & Haut: Wasser hält sie geschmeidig, sorgt für Speichelfluss und unterstützt die Verdauung.
Die Rolle von Wasser in der Verdauung
- Es hilft, Nahrung im Magen aufzuspalten.
- Es unterstützt die Aufnahme von Nährstoffen im Darm.
- Es hält den Verdauungstrakt geschmeidig und fördert einen reibungslosen Stuhlgang.
Doch wie bei allem gilt: Die Menge macht’s. Gleichmäßig über den Tag verteilt trinken ist optimal. Probleme können entstehen, wenn große Mengen auf einmal – besonders zu den Mahlzeiten – getrunken werden.
Flüssigkeitsbedarf – wie viel sollte man trinken?
Wer dauerhaft unter 1 Liter Wasser pro Tag bleibt, kann schon akute Beschwerden und langfristige Gesundheitsschäden riskieren. Personen mit wenig Flüssigkeitsaufnahme haben u.a. ein höheres Risiko für Verdauungsprobleme, Nierensteine und Einschränkungen in der kognitiven Leistung.
Die westliche Medizin empfiehlt eine tägliche Flüssigkeitsaufnahme von 35 ml pro Kilogramm Körpergewicht – als durchschnittlich empfohlene Menge pro Tag werden häufig ca. 1,5 Liter pro Tag genannt (zusätzlich zu fester Nahrung, die noch ca. 0,7 Liter Wasser liefert).
Doch der Bedarf ist individuell:
- Bei Hitze und trockener Luft steigt er.
- Wer viel Sport treibt, körperlich arbeitet, in die Sauna geht oder sehr salzig isst, braucht mehr.
- Ohne Flüssigkeit kann der Mensch nur etwa 3-5 Tage überleben – schon ein leichter Mangel zeigt sich durch Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsprobleme.
Schon kleine, regelmäßige Schritte können helfen, den Körper besser zu versorgen – und die positive Wirkung spürt man meist schon nach wenigen Tagen.
Kann man auch zu viel Wasser trinken?
Wer in kurzer Zeit sehr große Mengen trinkt – besonders während oder direkt nach den Mahlzeiten – kann den Verdauungsprozess belasten durch:
- Verdünnung der Magensäfte → erschwert Nahrungsaufschluss, fördert Blähungen und Schweregefühl.
- Verzögerte Magenentleerung → Völlegefühl, Übelkeit.
- Reflux-Beschwerden → mehr Druck im Magen, Risiko für Sodbrennen steigt.
- Überhydration (Hyponatriämie, selten) → bei extremem Übermaß: Elektrolytstörung, Verwirrtheit, Krampfanfälle.
Zu große Mengen an Wasser auf einmal kann unser Körper nicht speichern, der Rest wird über die Nieren ausgeschieden.
- Daher: gleichmäßig über den Tag trinken, nicht mehrere Liter in kurzer Zeit.
- Während des Essens kleine Schlucke, große Mengen vermeiden.
- Auf das Durstgefühl achten – es ist der beste Wegweiser.
Beste Zeiten fürs Trinken?
- 20–30 Minuten vor der Mahlzeit: ein Glas Wasser fördert Sättigung.
- Währenddessen: kleine Schlucke erleichtern Schlucken und Kauen.
- 30–60 Minuten nach der Mahlzeit: dann dürfen es auch wieder größere Mengen sein.
Individuell ausprobieren und schauen, was für dich passt und sich gut anfühlt.
TCM- und Ayurveda-Sicht: Warmes Wasser als Schlüssel
- In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt: Der Verdauungstrakt liebt Wärme. So heißt es: Kalte Getränke schwächen die „Mitte“, können Blähungen, Durchfall oder Bauchziehen verstärken. Kaltes Wasser, besonders aus dem Kühlschrank, kühlt den Körper und belastet Magen und Verdauung.
- Auch im Ayurveda wird warmes, abgekochtes Wasser empfohlen: Es soll reinigend wirken, Giftstoffe und Schleimansammlungen binden und ausscheiden helfen.
Wasser als bester Durstlöscher
- Generell unterstützen alle Wasserarten, damit unser Körper kalorienfrei und ausreichend mit Flüssigkeit versorgt wird, egal ob Leitungswasser, Mineralwasser, Heilwasser …
- Alternativ können auch Aromen genutzt werden: Wenn reines Wasser zu fade wirkt, etwas Zitrone, Gurke, Kräuter (z. B. Minze) oder Obst dazugeben (ohne Zucker), um das Trinken angenehm zu machen oder – wenn verträglich – zu ungesüßtem Früchte- oder Kräutertee greifen.
- Stark zuckerhaltige Getränke wie z.B. Cola, Limonaden oder Säfte sollten dagegen nur in Maßen genossen werden, denn diese weisen einen relativ hohen Energiegehalt auf, wodurch man zusätzlich wesentlich mehr Kalorien aufnimmt. Zu alkoholischen Getränken immer ein Glas Wasser trinken, da durch den Alkohol vermehrt Flüssigkeit und Mineralstoffe ausgeschieden werden.
Woher kommt das Wasser …
Wenn Wasser das bevorzugte Getränk ist, stellt sich die Frage: Macht es einen Unterschied, aus welcher Quelle es stammt? Die Forschung liefert spannende Hinweise.
Eine Studie der US-amerikanischen University of Columbia (2023) weist darauf hin, dass Wasser aus Plastikflaschen weit stärker belastet ist als bisher angenommen. So fanden die Forscher heraus, dass sich in einem Liter Wasser im Schnitt rund 240.000 Plastikfragmente (Nanoplastik) nachweisen lassen. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind noch unklar, erste Laborstudien zeigen mögliche Risiken (wie z.B. oxidativer Stress, Entzündungen, Störung der Darmflora.).
Laut der Verbraucherzentrale hat Leitungswasser in Deutschland eine gute bis sehr gute Qualität und man soll es bedenkenlos trinken können, sofern keine Bleileitungen im Haus sind. Leitungswasser ist zudem preiswerter als Mineralwasser aus Flaschen und man erspart sich das Schleppen. In Einwegflaschen abgefülltes Mineralwasser führt – auf Deutschland bezogen – zu einer fast 600-mal höheren Klimabelastung als Leitungswasser. Allerdings sollte man das Wasser vor dem Trinken oder Kochen etwas laufen lassen (bis es kühl ist), vor allem dann, wenn der Wasserhahn länger als 4 Stunden nicht benutzt wurde.
Sowohl Leitungs- als auch Flaschenwasser können zudem Rückstände enthalten (Schwermetalle, Pestizide, Mikroorganismen). Eine große Beobachtungsstudie (Italien, 2024) fand Zusammenhänge zwischen regelmäßigem Konsum von Wasser aus Plastikflaschen und erhöhtem Risiko für bestimmte chronische Erkrankungen – Ursache und Wirkung sind jedoch nicht bewiesen.
Alternative: Glasflaschen oder Filterwasser – Hochwertige Haushaltsfilter können den Geschmack von Leitungswasser verbessern und Schadstoffe reduzieren. Wichtig ist hierbei, die Filter regelmäßig zu wechseln, sonst droht Keimbelastung.
Fazit
Wasser trinken – Wasser ist lebensnotwendig – und für unseren Stoffwechsel und die Verdauung unverzichtbar.
- Achte auf dein Durstgefühl – aber setze dir auch „Trinkziele“ über den Tag verteilt, um nicht zu lange Durstphasen entstehen zu lassen.
- Routinen schaffen: Morgens direkt mit einem Glas Wasser (warm) starten.
- Flüssigkeitszufuhr über den Tag verteilen, nicht mehrere Liter auf einmal trinken – zu viel Wasser in kurzer Zeit kann Beschwerden verursachen – Balance ist entscheidend.
- Bei Gesunden sind 1,5 – 2 Liter pro Tag meist optimal. Mehr bei starkem Schwitzen, Hitze oder sportlicher Belastung.
- Nutze z.B. Trink-Apps oder Trinkprotokolle als Erinnerer
- Wer chronische Krankheiten hat, sollte die Trinkmenge ärztlich absprechen.
- Warmes Wasser, wie von TCM und Ayurveda empfohlen, kann besonders für empfindliche Menschen wohltuend sein.
- Leitungswasser aus geprüfter Quelle ist in vielen Regionen eine gute Wahl. Filter können sinnvoll sein. Plastikflaschenwasser birgt potenziell höhere Belastungen – Glasflaschen oder Wasserfilter als Alternative.
Jeder Schluck Wasser ist ein kleiner Schritt zu mehr Energie, Klarheit und Wohlbefinden – macht das Trinken zu Eurem täglichen Gesundheitsritual 🙂

Hallo, ich bin Ursula Medag - Ihre Heilpraktikerin in Hamburg-Vierlanden und spezialisiert auf Stoffwechsel und Emotionen in Balance.
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